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Ländliche Entwicklung und Landwirtschaft

Pflügen mit Ochsenkraft

Pflügen mit Ochsenkraft, © picture alliance

Artikel

Die Landwirtschaft ist für die ökonomische Entwicklung, die Ernährungssicherung und die Arbeitsmarktlage in Togo von großer Bedeutung. Noch ist sie allerdings sehr traditionell geprägt – wenig technisiert und vor allem auf die Eigenversorgung ausgerichtet. Vor allem die junge Bevölkerung sieht darum auf dem Land keine Beschäftigungsperspektiven und wandert in die Städte oder ins Ausland ab. 

Ein weiteres Problem ist der Raubbau an den natürlichen Ressourcen. Der wachsende Energiebedarf der Bevölkerung wird zum größten Teil aus Biomasse gedeckt – vor allem in Form von Brennholz, das durch Rodungen gewonnen wird.

Ziel des deutschen Engagements ist es, ausgewählte landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten zu verbessern. Das entsprechende Entwicklungsprogramm konzentriert sich zunächst auf die Produkte Kaffee, Kakao, Soja, Cashewnüsse und Ananas Dazu werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von staatlichen Dienstleistern und Nichtregierungsorganisationen zu sogenannten Feldberatern ausgebildet. In ein- bis zweiwöchigen Kursen an Farmer Business Schools geben diese ihr Wissen an Kleinbauern und Beschäftigte von Verarbeitungsbetrieben weiter. Vermittelt werden sowohl verbesserte Anbautechniken als auch unternehmerische Fähigkeiten.

Die Erfahrungen aus der Praxis fließen direkt in die Beratung der politisch Verantwortlichen ein, die dabei unterstützt werden, die Rahmenbedingungen für die landwirtschaftliche Produktion, Weiterverarbeitung und Vertrieb zu verbessern.

Traktor im Feld
Traktor im Feld© dpa

Mit Mitteln der finanziellen Zusammenarbeit werden ländliche Wege saniert und ausgebaut, damit sie auch während der Regenzeit für den Warentransport genutzt werden können. Der geographische Schwerpunkt liegt dabei in den Anbaugebieten der Exportprodukte Baumwolle und Kaffee.

Im Rahmen der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger" unterstützt ein Grünes Innovationszentrum für die Agrar- und Ernährungswirtschaft kleinbäuerliche Betriebe in Togo dabei, ihreihr Einkommen nachhaltig zu steigern, unter anderem durch die Vermittlung innovativer Anbaupraktiken und Unterstützung beim Schritt von der Primärproduktion hin zur Weiterverarbeitung und Vertrieb.

Togo kann sich seit mehreren Jahren selbst mit den wichtigsten Grundnahrungsmitteln versorgen. Dennoch ist die Ernährungssituation insbesondere von Frauen und Kleinkindern immer noch unzureichend, da es an hochwertigen Lebensmitteln fehlt. Eins von drei Kindern ist mangelernährt. Ein weiteres Programm der Sonderinitiative dient darum der Verbesserung der Ernährungssicherheit und -qualitätvon bislang rund 8000 Personen insbesondere von Frauen im gebärfähigen Alter und Kleinkindern. .