Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

COVID-19 - Sofortmaßnahmen

Poster Covid Mann mit Maske

Poster Covid Mann mit Maske, © Ministère de la Santé et de l'Hygiène publique

29.05.2020 - Artikel

Auch in Togo engagiert sich Deutschland im Kampf gegen die Pandemie.  Schwerpunkte unseres Engagements sind die Stärkung des Gesundheitssystems und die Bewältigung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise.

Allgemein



Auch in Togo engagiert sich Deutschland im Kampf gegen die Pandemie.  Schwerpunkte unseres Engagements sind die Stärkung des Gesundheitssystems und die Bewältigung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Krise. Bereits etablierte Programme der laufenden deutschen Entwicklungszusammenarbeit bilden den Ausgangspunkt unserer Aktivitäten.

Als Sofortmaßnahme unterstützt Deutschland die togoische Regierung bei der Krisenbewältigung und im Gesundheitsbereich. Zu diesem Zweck wurden bereits mehr als fünf Milliarden CFA-Francs zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, die Handlungsfähigkeit in den Bereichen der Kommunikation, Sensibilisierung und Schutz der Bevölkerung zu verbessern,   die Versorgung der Patienten sicherzustellen und Testkapazitäten zu erweitern. Neben nationalem Engagement legt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit einen besonderen Fokus auf die Region Kara, u.a. mit Aktivitäten zugunsten des Nationalen Hygieneinstituts (INH), dem Bau und der

Ausstattung eines Pflegezentrums und der Bereitstellung von Schutzausrüstung, Medikamenten und Laborausstattung.

Ausstattung der Außenstelle des INH in Kara
Ausstattung der Außenstelle des INH in Kara © GIZ T

Die Umsetzung der Maßnahmen vor Ort wird durch unsere Durchführungsorganisationen der Technischen Zusammenarbeit (GIZ) und der Finanziellen Zusammenarbeit (KfW)umgesetzt.

Gemeinsam mit den togoischen Partnern sind konkrete Ergebnisse sichtbar. So wurden beispielsweise die Diagnosekapazitäten des Nationalen Hygieneinstituts (INH) durch die Unterstützung der Einrichtung erhöht und eine Zweigstelle in der Region Kara, die durchschnittlich mehr als 650 Tests pro Woche eröffnet. Es wurden zudem Materialien für die Durchführung von mehr als 100.000 Tests bereitgestellt und  20 Technikern aus allen Regionen des Landes besonders geschult.

Durch das Gesundheitssystemstärkungsprogramm Prosanté der deutschen Entwicklungszusammenarbeit haben unter anderem 2.266 Menschen Unterstützung durch Hygiene-Kits bekommen; 3.239 Menschen durch Nahrungsmittel unterstützt; 2.406 Menschen haben von den Wetter- und Malaria-Schutz-Kits profitiert; 1.724 Straßenkinder haben psychologische Unterstützung erhalten; 165 Straßenkinder wurden zu Peer Educators ausgebildet; 3.719 Dienstleister wurden zu Themen rund um COVID-19 geschult, und mehr als 5 Millionen Menschen wurden durch Aufklärungsarbeit zu COVID-19 erreicht.

Deutschland engagiert sich zudem umfänglich im Rahmen der Europäischen Union (EU) und beteiligt sich zusammen mit Frankreich nach Kräften am Kooperationspaket der EU für Togo. Insgesamt hat „Team Europe“  bereits fast 50 Milliarden CFA-Francs mobilisiert und umprogrammiert, um die Maßnahmen Togos zur Eindämmung des Virus und seiner sozioökonomischen Auswirkungen zu unterstützen und zur Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme beizutragen. Die Bewältigung der Corona-Krise in Afrika ist ein wichtiges Thema der deutschen EU-Ratspräsidentschaft seit dem zweiten Halbjahr 2020. Nur durch gemeinsames Handeln kann  die Ausbreitung der Krankheit aufgehalten werden.


Aktuelles

Januar 2021

Im Rahmen der aktuellen Corona-Pandemie hat das Bundesentwicklungsministerium dem Gesundheitsministerium in Togo insgesamt 60.000 PCR-Tests und 60.000 RNA-Extraktionskits zur COVID-Diagnostik im Wert von 320.000 € zur Verfügung gestellt.  Mit der Lieferung der Tests leistet Deutschland einen wichtigen Beitrag zur Pandemiebekämpfung in Togo. Tests zur Feststellung von COVID-19 sind ein wichtiges Mittel im Kampf gegen die Pandemie – nur durch systematische Testung der Bevölkerung können das Virus frühzeitig erkannt, Infizierte isoliert und die Ansteckung weiterer Personen verhindert werden.

Dezember 2020

Die deutsche Regierung hat Togo eine Neuzusage von weiteren 3, 24 Mio Euro für Sofortmaßnahmen gegen Corona erteilt. Die Planung und Verwendung der Mittel erfolgt so schnell wie möglich gemeinsam mit den Partnern um gezielt auf den aktuellen Bedarf, auch mit Blick auf den baldigen Beginn der COVAX-Impfkampagne  in Togo reagieren zu können.

September-November 2020

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) (hierbei vor allem die GIZ) ist weiterhin entschlossen, Togo bei der Bekämpfung von COVID-19 zu unterstützen. Zusätzlich zum Start der zweiten Medienkampagne zu Falschinformationen über COVID-19  wurde im November eine wichtige Menge von Tests und Reaktionen gespendet, um Togo bei der Diagnose der Krankheit zu unterstützen. In Zahlen handelt es sich um 19.200 COVID-19-Tests und 35.250 RNA-Extraktionsreaktionen, mit denen das Nationalen Hygiene-Instituts zur Verbesserung der COVID-19-Diagnosekapazität unterstützt wird.

Vom 7. bis 9. September 2020 erhielt den Verein „ Association Racine Féminine“ von der deutschen EZ technische und finanzielle Unterstützung bei der  Ausbildung von 40 jungen Müttern in der Herstellung von Masken und Flüssigseife nach den Richtlinien der WHO. Diese Aktion war gekoppelt mit der Bereitstellung von 15.000 Masken, 1.500 Litern Flüssigseife und 35 Handwaschgeräten für 30 Gesundheitszentren in der Region Kara. Gemeinsam gegen Covid-19!

August-Oktober 2020

Der Monat August war geprägt von verschiedenen Aktivitäten in Zusammenarbeit mit dem togoischen Gesundheitsministerium, dem Nationalen Hygieneinstitut und der Zivilgesellschaft. Im Rahmen der Verbesserung der Diagnosekapazitäten erhielten 16 Techniker eine Schulung zu PCR-Tests, die von 4 Experten des INH durchgeführt und die  zuvor mit Unterstützung der deutschen EZ  verstärkt wurde. Diese Techniker sollen am Flughafenlabor und in den Regionen eingesetzt werden, um diese Tests durchzuführen. Das INH hat außerdem eine neue PCR-Maschine, zwei Virusinaktivierungsboxen und Unterstützung für den Betrieb ihrer neuen Antenne in Kara erhalten, die derzeit ausschließlich für die Diagnose von COVID-19 eingesetzt wird.

Kommunikationsmaßnahmen zu COVID-19 wurden im gesamten Land durchgeführt. Darüber hinaus wurden die Gesundheitsdienstleister aller Gesundheitszentren in der Kara-Region in den nationalen Richtlinien für Überwachung und Reaktion sowie im psychosozialen Umgang mit den Fällen geschult.

Mai 2020

Am 16. Mai 2020 wurde dank des Engagements der togoischen Regierung mit Unterstützung der Internationalen Atomenergiebehörde und der deutschen Entwicklungszusammenarbeit über die GIZ eine neue INH-Außenstelle in Kara eingeweiht. Das INH, das für die Durchführung aller COVID-19 Diagnosetests zuständig ist, kann  dank dieser neuen Antenne Proben aus den nördlichen Regionen schneller verarbeiten. Die weitere Unterstützung des Labors wird durch den Kauf von Reagenzien, Verbrauchsgüter und anderen Materialien erfolgen, die zur Verbesserung der diagnostischen Kapazität des Landes benötigt werden.

Auch in Krisenzeiten fördert die deutsche Entwicklungszusammenarbeit in Kooperation mit dem togoischen Ministerium für Postwesen, digitale Wirtschaft und technologische Innovationen kreative Ideen zur Bekämpfung der Pandemie. Zu diesem Zweck wurde eine digitale Hackathon-Initiative #TousContreCorona ins Leben gerufen. Diese Plattform ermöglicht es, innovative Ideen auszutauschen und zu verbreiten.

Vom 22. April bis 20 Mai wurde eine Medienkampagne zu Falschinformationen über COVID-19 durchgeführt. Im Rahmen der Kampagne produzierte TogoCheck mit Unterstützung der deutschen Kooperation über die GIZ insgesamt 42 Tonaufnahmen und vier Zeichentrickclips (in Französisch, Mina, Kabyè und Tem). Diese wurde auf den sozialen Netzwerken Facebook, Twitter und Instagram sowie auf 20 Radiosendern in Togo veröffentlicht. Fast 5,2 Millionen Menschen wurden durch die erfolgreiche Kampagne erreicht.


Weitere Informationen

nach oben